Social Media How To für Unternehmen

Facebook. Twitter. Instagram & Co. Jedem ein Begriff und doch ein verwirrender Dschungel mit eigenen Regeln. Die sozialen Medien können ein mächtiges Instrument sein, wenn man weiß, wie man sie richtig einsetzt. Wie bei jedem Instrument muss man aber lernen, sie richtig zu spielen. Übung macht bekanntlich den Meister. Wir verraten Ihnen heute die meistbenutzten Social Media-Kanäle und welcher zu Ihnen passt.

Die wichtigste Frage, die Sie sich stellen müssen, bevor Sie in die Welt des Social Media eintauchen, ist: Wer ist meine Zielgruppe und wo kann man sie online antreffen? Erst wenn sie das wissen, können Sie eine sinnvolle Social Media-Strategie ausarbeiten. Die beste Onlinekampagne nützt nichts, wenn sie ihre Zielgruppe nicht erreicht. Wir haben einen kleinen Schummelzettel für Sie, der es Ihnen leichter macht, sich in der Welt der sozialen Medien zurechtzufinden.

Egal welche Social Media-Kanäle Sie bespielen, eine Grundregel gilt für sie alle: Schnelle Reaktionen sind ein Muss. Wer in der schnelllebigen Onlinewelt nicht zeitnahe agiert, der verliert den Anschluss. Deswegen ist es besonders wichtig, hier auf schnelle Reaktionsfähigkeit zu setzen. So haben Sie die Chance, mit Ihrem Unternehmen effizient und nachhaltig an Reichweite zu gewinnen!

Facebook – der blaue Riese unter den sozialen Medien

Sie sind noch nicht auf Facebook? Dann wird es aber höchste Zeit. Zwei Milliarden Menschen weltweit sind, nach Angaben von Facebook, auf der Plattform registriert – alleine in Deutschland sind es 30 Millionen Nutzer. Hier finden Sie alle Altersgruppen quer durch den Gemüsegarten, alle mit einem Ziel: sich mit Freunden, Bekannten und Familie auszutauschen und auf ihrer Pinnwand interessante Informationen zu bekommen.

Neben der großen potenziellen Reichweite besticht Facebook durch seine einfache Handhabung und den großen Effekt, den man erzielen kann. Sie können Ihre Fans auf dem Laufenden halten, Neuigkeiten teilen und einen Einblick hinter die Kulissen geben. So nah und doch so fern. Die Kunst auf Facebook ist, zwischen all den anderen Nachrichten hervorzustechen und im Newsfeed der Kunden aufzutauchen. Facebook erschwert gerade Unternehmen durch ihre Algorithmen hier ein wenig den Arbeitsalltag. Nicht ohne Hintergedanken, denn natürlich haben Sie die Möglichkeit bezahlte Werbung zu schalten und neben der organischen auch eine bezahlte Reichweite aufzubauen.

Profilerstellung auf Facebook: Werde, der du bist!

Eine wichtige Grundregel bei Facebook ist, dass Sie Ihren Auftritt harmonisch gestalten. Konkret bedeutet das, dass das Profilbild, das Titelbild und die Postings ein harmonisches Ganzes formen. Legen Sie eine Bildsprache fest und bleiben Sie auch dabei – dasselbe gilt für den „Klang der Sprache“. Außerdem sollten Sie nicht zu oft posten und Ihre User überfordern, auf das Timing kommt es an. Und Ihre Fans werden Qualität über Quantität schätzen und Sie gerade deswegen unter all den Posts wahrnehmen. Facebook lässt Sie aber nicht alleine, denn durch verschiedene Statistiken können Sie sehen, wann Ihre Follower online sind und haben den Überblick, welche Inhalte besonders gut ankommen. Beiträge, die zwischen 13 und 16 Uhr gepostet werden, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, Ihre Zielgruppe zu erreichen.

Instagram – mit qualitativ hochwertigen Fotos punkten

15 Millionen User in Deutschland können nicht irren. Das Universum von Instagram ist schimmernd und scheint manchmal undurchsichtig. Das Geheimnis ist jedoch einfach – es dreht sich alles um die richtige Inszenierung. Mit einem Gefühl für Ästhetik, originellen Ideen und grundlegenden Kenntnissen für Bildkomposition sind sie schon vorne dabei bei Instagram. Theoretisch.

Vor allem Bilder aus dem Lifestyle-Bereich erfreuen sich einer großen Gefolgschaft und unzähliger Likes. Richtig genutzt ist Instagram eine gute Möglichkeit, um schnell Bekanntheit und Aufmerksamkeit für die eigene Marke zu bekommen. Die Inhalte müssen aber gut vorbereitet und durchdacht sein und man darf bei der Aufbereitung nicht an Zeit, Kreativität und Geld sparen. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Follower oder Likes kaufen wollen – durch verschiedene Anbieter ist dies zwar möglich, gerade bei Unternehmen ist dies jedoch nicht zielführend, da Sie am Ende des Tages ja eine bestimmte Zielgruppe erreichen wollen und Instagram Sie eventuell sperren wird, wenn der Kauf von Followern zu auffällig ist. Seien Sie lieber authentisch und vernetzen Sie sich online. Wenn Sie anderen Accounts, die für Ihre Unternehmung interessant sind, folgen und deren Bilder „liken“ oder „kommentieren“, wird sich bald von selbst ein Austausch und eine organische Reichweite bilden. Mit so genannten Hashtags, Schlagworten mit denen Sie die Bilder betiteln, können Sie zusätzlich Nutzer auf Ihre Bilder aufmerksam machen. Der Trend des Influencer-Marketings hat sich besonders in den letzten Jahren etabliert. Immer mehr Marken arbeiten mit Instagrammern zusammen, die gegen Bezahlung Bilder mit bestimmten Produkten veröffentlichen und somit die Reichweite erhöhen.

YouTube – bewegte Bilder erobern das Netz

Wer online präsent sein möchte, der kommt an YouTube nicht mehr vorbei. Bewegte Bilder erfreuen sich auf allen Plattformen großer Beliebtheit und YouTube ist dabei der absolute Spitzenreiter. Über eine Milliarde User, das entspricht einem Drittel aller Menschen, die das Internet benutzen, nutzen die Videoplattform. Ob Musikvideos, Schminktutorials oder Onlineworkshops, es gibt nichts, was es auf YouTube nicht gibt. Die Chancen, Ihr Image zu prägen und Ihre Zielgruppe zu erreichen, sind hoch. Doch auch hier ist die Qualität der Videos ausschlaggebend. Sie ahnen es schon – Kosten und Aufwand für ein qualitativ hochwertiges Video sind hoch. Haben Sie jedoch erstmal ein Video online, können Sie dieses schnell und einfach auf all Ihren anderen Kanälen einbetten und somit eine hohe Reichweite erzielen.

Pinterest – sich zu seiner Zielgruppe pinnen

Pinterest – die Plattform der digitalen Pinnwände und der Katalog der Ideen. Die ursprüngliche Idee der Gründer von Pinterest war, Menschen zu helfen, Dinge zu finden, die sie lieben und sie dazu zu inspirieren, diese Dinge im Alltag umzusetzen. Kein Wunder also, dass man auf Pinterest viele Rezepte oder Bastelanleitungen findet. Aber nicht nur das, zu fast jedem Stichwort hat Pinterest Inspirationen parat. Der Kunde kann auf Pinterest zielgerichtet nach Stichworten suchen und bekommt dann dazu eine Bildauswahl. Gefällt ihm, was er findet, kann er das Bild pinnen und teilen und somit wird das Ursprungsbild einer großen Zielgruppe zugänglich. Dies kann sich verselbstständigen und ihre Klickzahlen extrem erhöhen.

Wichtig dabei ist, ähnlich wie bei Instagram, dass es sich um ansprechende, originelle und stimmungsvolle Bilder handelt. Klickt der User auf das Bild, wird er auf die ursprüngliche Seite geleitet. So können Sie potenzielle Kunden mit einem Bild auf Ihre eigene Website locken und Traffic generieren. In der Praxis heißt dies also, Sie posten ein Bild Ihrer Arbeit auf Pinterest und verlinken es zu Ihrer Homepage. Findet der Nutzer die Bilder schön und dann auch noch die Informationen auf der Homepage nützlich, wird er wahrscheinlich öfter bei Ihnen vorbeischauen. Machen Sie sich die Suchmaschine Pinterest zu Nutzen und punkten Sie mit ansprechenden Bildern.

Twitter – der schnelllebige Nachrichtendienst

Twitter ist wohl der modernste und schnelllebigste Nachrichtendienst, den es gibt – die Plattform zeigt, was gerade auf der Welt passiert, was die Menschen beschäftigt und worüber sie reden. Kaum woanders werden Informationen so schnell und unmittelbar online zugänglich. Auf Twitter finden Sie eine Bandbreite an Meinungen und Weltanschauungen. Mit „nur“ 12 Millionen Nutzern in Deutschland ist er im Vergleich zu den anderen Kanälen eher ein Special-Interest-Kanal. Hier treffen Sie vor allem Journalisten, Politiker oder andere bekannte Persönlichkeiten an. Themen werden hier aus verschiedensten Blickwinkeln beleuchtet und das macht das Verfolgen von Diskussionen so spannend.  Twitter ist der Kanal für Echtzeitmarketing und besticht durch seine Texte in SMS-Länge. „In der Kürze liegt die Würze“ – das wird bei Twitter großgeschrieben. Viele Nutzer sind hier passiv unterwegs und auf der Suche nach Neuigkeiten, um sich in Echtzeit zu informieren. Durch die Schnelllebigkeit entstehen hier spannende Diskussionen und Austausch zwischen den Nutzern. Sollten Sie sich für einen Twitteraccount entscheiden, sollten sie auf regelmäßige und aktuelle Updates achten, denn schnelle Interaktion ist hier ein Muss. Twitter ist eine großartige Möglichkeit, um unmittelbar mit seiner Zielgruppe in Kontakt zu treten.

Kostenlose Tools: Seinen Social Media-Auftritt zu managen, muss nicht teuer sein

Sie sehen, Social Media bietet viele Möglichkeiten. Dabei ist es oft schwer, alle Aktivitäten zu überblicken und die Beiträge richtig zu timen. Denn wie erwähnt, der beste Beitrag verfehlt seinen Zweck, wenn ihn niemand liest. Deswegen sind eine genaue Planung und ein strategischer Plan für Sie als Unternehmen wichtig.

Wie so oft im Leben, muss man sich aber nur zu helfen wissen. Abhilfe leisten hier Managementprogramme, die Ihnen bei der Planung Ihrer Beiträge unterstützend zur Seite stehen. Wir verraten Ihnen, welche Programme empfehlenswert sind und was Sie erwarten können.

Auch bei den Social Media-Tools gilt: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Hierbei ist es wichtig, dass sie das System finden, welches am besten zu Ihnen passt. Die meisten Anbieter haben eine kostenlose Testversion, mit der Sie ausprobieren können, ob Sie mit dem Aufbau, der Bedienung und Analyse zufrieden sind. Die beliebtesten Managementtools sind Buffer, Hootsuite, Sprout Social und Sendible. Wir stellen Ihnen heute Hootsuite und Buffer genauer vor.

Hootsuite – der Spitzenreiter der Social Media-Tools

Hootsuite ist das wohl beliebteste Programm, wenn es darum geht, seine Social Media-Aktivitäten zu managen. Bis zu 50 Netzwerke können Sie hier steuern und mit Inhalten befüllen. Je nachdem, für welchen Tarif Sie sich entscheiden, haben Sie mehr oder weniger Möglichkeiten und Funktionen und können zu jedem Tarif auch weitere Apps kaufen und erweitern. So können Sie sich ganz einfach das perfekte Programm für Ihr Unternehmen zusammenbasteln. Wenn Sie das Programm erst einmal testen möchten, können Sie dies mit einem 30-tägigen Testabo tun. Mit einem mehrspaltigen Dashboard haben Sie die Möglichkeit, Ihre Aktivitäten zu planen, überwachen und schließlich zu analysieren. So sehen Sie direkt auf einen Blick, welcher Beitrag auf welchem Kanal besonders gut angekommen ist. Und das für bis zu 20 Social Media Profile, wenn Sie sich für einen Standardtarif entscheiden.  Mit den Tarifen „Business“ und „Team“ können zudem mehrere Personen auf das Profil zugreifen, was die interne Aufgabenverteilung erleichtert. Deaktiviert man die Tracking- und Analysefunktion, ist Hootsuite kostenlos und wird durch viele kleine Zusatzfunktionen zu einer etwas kompliziertere Version von Buffer.

Buffer – der digitale Zeitpuffer für Social Media

Buffer ist sehr intuitiv aufgebaut und gerade für Start-ups und Kleinunternehmer auf Grund der kostenlosen Version besonders zu empfehlen. Auch mit Buffer können Sie Ihre Aktivitäten planen und das System postet automatisch die geplanten Beiträge. In der kostenlosen Version können Sie bis zu 10 Posts im Vorhinein erstellen. Den Rest macht dann Buffer für Sie. Das System besticht vor allem durch die logische und einfache Handhabung. Wollen Sie detaillierte Analysen und Extrafunktionen, gibt es verschiedene Tarife, die es Ihnen erlauben sogar bis zu 2000 Beiträge zu erstellen. Dabei dürfen natürlich Bilder und Videos nicht fehlen, deren Einbettung mit Buffer ein Kinderspiel ist.

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